Montag, 17. Juli 2017

Verhindertensport

Eigentlich wollte ich ja letzte Woche Sonntag Inline-Skates ausleihen. Hier gibt's den East Coast National Park mit eigens ausgewiesener Fahrrad- und Inlinerstraße. Im Internet hatte ich den Hinweis auf einen Fahrrad- und Inlinerverleihkiosk in diesem Park gefunden und mich frohgemut auf den Weg dorthin gemacht. Im Park selbst gab es eine Reihe Hinweisschilder, die mich zuverlässig zum Fahrradverleih brachten. Aber weit und breit keine Inliner in Sicht. Der freundliche Mensch vom Radladen machte mir dann die betrübliche Mitteilung, dass der Inlinerverleih schon seit längerem nicht mehr existent sei. Schade. Statt Inlinern also Strandspaziergang. Man darf offenbar nicht alles glauben, was in diesem Internet steht. 😞



Knapp eine Woche später, vorgestern, um genau zu sein, wollte ich mir ein Fahrrad ausleihen. Also wieder das Internet befragt, zwei Verleihe in fußläufiger Nähe vom Hotel gefunden, sich für den entschieden, der günstigere Stundensätze und längere Öffnungszeiten anbot. Ab 9 Uhr könnte man ein Rad ausleihen. Ich war um kurz vor zehn da, und der Laden hatte: zu. Ein Zettel informierte darüber, dass ab 11 Uhr geöffnet sei. Spontan beschloß ich, mein Tagesprogramm mit Bus und Fußmarsch zu erledigen. Man darf offenbar nicht alles glauben, was in diesem Internet steht. 😞

Gestern schließlich ging ich zu dem zweiten Fahrradverleih, und siehe da, es war geöffnet. Freundliche Menschen erläuterten die Verleihbedingungen, notierten Daten aus dem Personalausweis, kraulten zwischendrin die Werkstattkatze und waren ziemlich begeistert, dass ich mich auch gleich für das Katzentier interessierte. Wir schwätzten eine Weile über Haustiger und ihre Eigenheiten. Die dreifarbige Werkstattkatzendame heißt Stumpy, weil sie immer mit den Pfötchen trampelt, wenn ihr was nicht passt. Nach diesem Exkurs gaben sie mir ein Fahrrad, notierten die Uhrzeit und meinten, das mit dem Bezahlen machen wir bei Rückgabe, dann gucken wir einfach, was der günstigste Tarif ist, ob nach Stunden oder per Tagessatz. Nachdem der Sattel eingestellt war ("höher! noch höher!" kann man hier unbesehen erbitten, das hab ich letztes Jahr schon gelernt, in Singapur fahren sie alle mit den Knien unterm Kinn Fahrrad), trug mir ein netter Mensch das Rad die paar Stufen zur Straße hoch und ich kam dann tatsächlich dazu, mich wie geplant sportlich zu betätigen. 



Bei der Rückgabe des Fahrrads wurde die Leihgebühr berechnet, und es stellte sich heraus, dass sie niedriger war, als ich nach den auf der Website genannten Stundensätzen erwartet hatte. Man darf offenbar nicht alles glauben, was in diesem Internet steht. 😄



Kommentare:

  1. Na, das hört sich doch prima an :-) Vielleicht findest du ja auch noch einen Inliner-Verleihladen :-)
    Weiterhin viel Spaß in Singapur :-)

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    1. Das Internet sagt, es gibt welche ;) Mal gucken, wie das dann im echten Leben aussieht. Ich werde berichten!

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